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Aktuelles 2014

1. Treffen der FAC Task Force Strategische Planung in Wien

Die INTOSAI Task Force Strategische Planung hielt ihre zweite Sitzung und erste persönliche Sitzung am 5. November 2014 im Vienna International Centre in Wien, Österreich. Es nahmen mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter von 22 ORKB sowie das INTOSAI Generalsekretariat teil.

Die Task Force evaluierte den Fortschritt, der bis zu dem Zeitpunkt hinsichtlich der Identifizierung von strategische Kernthemen, die im Rahmen des nächsten Strategischen Plans für den Zeitraum 2017-2022 zu berücksichtigen sind, erreicht worden war. Diese Themen wurden basierend auf den Ergebnissen der internen und externen Befragung der Task Force und den entsprechenden Planungsbemühungen innerhalb der INTOSAI entwickelt. Die Task Force unterstützte eine Planungsperspektive, welche den Bedarf – und die Möglichkeit – für INTOSAI anerkennt, stärker "nach außen gerichtet" zu sein, nämlich bereit zu sein, eine zentrale Rolle bei der Verbesserung von guter Regierungsführung auf der globalen Ebene und innerhalb unserer jeweiligen Nationen anzunehmen.

Im Rahmen der Task Force wurden folgende Präsentationen gehalten:

  • "Aktuelle und auftretende Risiken für Global Governance" von Davide Taliente, Managing Partner, Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA); und Suresh Kumar, Partner, Öffentlicher Sektor und Praxis Gesundheitswesen & Biowissenschaft, von der global agierenden Unternehmensberatung Oliver Wyman; und
  • "Strategischer Ausblick der UNDESA und der INTOSAI: Post-2015 Entwicklungsagenda und Nachhaltige Entwicklungsziele" von Elia Armstrong, Leiterin der Abteilung für Entwicklungsmanagement, der Sektion für öffentliche Verwaltung und Entwicklungsmanagement (DPADM) der Hauptabteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten des Sekretariats der Vereinten Nationen (DESA)

Die Task Force einigte sich allgemein über ein Rahmenwerk von drei übergreifenden strategischen Themen:

1) Sicherstellung, dass die INTOSAI neu aufkommende Möglichkeiten und Herausforderungen aufmerksam verfolgt,

2) Erstellung von INTOSAI-Programmen und Initiativen als Reaktion zu neu aufkommenden Möglichkeiten sowie die Bewältigung von damit im Zusammenhang stehenden Herausforderungen, und

3) Sicherstellung, dass die Führungsstruktur der INTOSAI und die internen Managementprozesse förderlich für ihre Ziele und Strategien sind.

Die Task Force einigte sich allgemein auch auf 17 damit im Zusammenhang stehende Unterthemen zur Entwicklung des nächsten Plans.

Innerhalb dieser Themen verpflichtet sich die Task Force, einigen Prioritätsbereichen spezielle Aufmerksamkeit zu schenken:

  • Die Unabhängigkeit von ORKB bleibt ein vorrangiges Ziel und Thema der INTOSAI. Wir müssen spezifische Beispiele dessen, wie die Unabhängigkeit von ORKB in der Praxis aussieht, aufzeigen sowie konkrete Maßnahmen nennen, die ORKB und INTOSAI durchführen können, wenn die Unabhängigkeit bedroht oder untergraben wird.
  • Wir müssen sicherstellen, dass der strategische Plan spezifische wesentliche Bereiche, in denen ORKB – abhängig von ihren jeweiligen Mandaten – und damit auch die INTOSAI Schlüsselfunktionen haben können, klar behandelt. Die klaren Erwartungen der globalen Gemeinschaft hinsichtlich der wesentlichen Rolle, die ORKB und der INTOSAI bei der Überwachung und Überprüfung der Umsetzung der zukünftigen Nachhaltigen Entwicklungsziele zukommen soll, ist ein offensichtlich wesentlicher Bereich. Andere Bereiche, die von der Task Force diskutiert wurden, umfassen Open Data und die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Finanzaufsichtssysteme und nachhaltige öffentliche Finanzierung.
  • Der Strategische Plan muss auf realistischen finanziellen Erwartungen basieren und im Einklang mit den der INTOSAI zur Verfügung stehenden Ressourcen sein, und zwar unter Berücksichtigung der Tatsache, dass zahlreiche dieser Ressourcen von einzelnen ORKB in Form von Sachleistungen zur Verfügung gestellt werden.
  • Wir müssen bereit sein, noch einmal die Vision der INTOSAI, ihre Statuten und andere grundlegende Erklärungen und Dokumente hinsichtlich einer möglichen Aktualisierung zu überprüfen, damit die sich immer weiter entwickelnde Rolle der INTOSAI so widergegeben wird, wie dies im neuen Plan dargelegt wird.
  • Der Plan muss unseren starken Einsatz bei der Sicherstellung des Normsetzungsverfahrens, das eine breite Einbindung innerhalb eines organisierten Rahmens schaffen soll, widerspiegeln. Dieser Rahmen soll eine einheitliche Qualität, ein ordnungsgemäßes Verfahren, Nachhaltigkeit, regelmäßige Aktualisierungen, Kohärenz und Integration garantieren.
  • In Bezug auf den Normsetzungsprozess muss die Task Force Strategische Planung in den INTOSAI-weiten Diskussionen zur Zertifizierung von Prüferinnen und Prüfern weiterhin zur Gänze beteiligt sein.
  • Der Strategische Plan muss die Regionalen Arbeitsgruppen anerkennen und diese als Verbindungsglied zwischen den Bemühungen durch einzelne ORKB und der INTOSAI als Ganzes nutzen. Wir müssen nach effektiveren Mechanismen für den Austausch von Informationen und Erfahrungen auf Ebene der Regionalen Arbeitsgruppen und auf globaler Ebene Ausschau halten und dabei Verfahren, die in der ganzen Bandbreite von Prüfungen funktionieren, sowie operationelle Themen für ORKB miteinbeziehen. Die erhöhte und bessere Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) wurde als ein solcher Mechanismus häufig genannt.
  • Wir müssen sicherstellen, dass der Plan den Normsetzungsprozess, die technische Unterstützung und Weiterbildung sowie den Kapazitätsaufbau innerhalb der INTOSAI zur Gänze miteinbezieht, um sicherzustellen, dass wir gemeinsam auf INTOSAIs bisherigen Errungenschaften und unseren gemeinsamen Bemühungen aufbauen und weiterhin Fragmentierung und Doppelgleisigkeiten reduzieren.

Die Task Force wird am 28. und 29. Jänner 2015 eine Sitzung auf Mitarbeiterebene in Washington, D.C. halten, um die nächste persönliche Sitzung der Task Force am 5. März 2015 in Wien vorzubereiten.

Die Task Force begrüßt weiterhin alle Fragen, Kommentare und Vorschläge. Sie kann über INTOSAIStrategicPlan(AT)gao.gov kontaktiert werden.

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9. Dezember 2014


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