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Auftaktsitzung der COVID-19-Expertengruppe des SCEI

Mehr als 180 Mitglieder der INTOSAI-Gemeinschaft nahmen am 22. Juni 2020 an der von der ORKB der Russischen Föderation geleiteten Auftaktsitzung der COVID-19-Expertengruppe des Aufsichtskomitees für neu aufkommende Themen (SCEI) teil. Die hochaktuelle Sitzung war den „Prioritäten von ORKB während der COVID-19-Pandemie: Prüfthemen, -methoden und -verfahren“ gewidmet.

Im Zentrum der Diskussionen standen der Austausch über Prioritäten von ORKB zur Aufrechterhaltung ihrer Prüftätigkeit und ihrer Relevanz während der COVID-19-Pandemie sowie über die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Aktivitäten der INTOSAI.

Die Impulsvorträge wurden vom Vorsitzenden der INTOSAI und des SCEI, vom stellvertretenden Vorsitzenden des SCEI, von der Generalsekretärin der INTOSAI, vom Generalsekretär der OLACEFS und der Generalsekretärin der EUROSAI, von einem Vertreter des CBC sowie vom Vorsitzenden der COVID-19-Projektgruppe der EUROSAI gehalten. Diese wurden durch eine interaktive Umfrage zu den Prioritäten, Herausforderungen und der Art des erforderlichen Informationsaustausches ergänzt.

Folgende Maßnahmen von ORKB stellten sich als besonders relevant heraus:

  • Fernprüfungen und Telearbeit, um das gesundheitliche Risiko für Prüferinnen und Prüfer zu minimieren
  • Online-Weiterbildungen für Prüferinnen und Prüfer
  • digitale Technologien und Big Data
  • Anpassung des Prüfungsplans und der darin enthaltenen Prüfthemen
  • Durchführung von begleitenden Prüfungen und präventiver Kontrolle
  • verstärkte Transparenz von ORKB (Veröffentlichung der Prüfprioritäten über Websites und soziale Medien)
  • Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen ORKB (insbesondere die COVID-19-Initiative des PFAC und die EUROSAI-Projektgruppe zu COVID-19)
  • Hervorhebung der bedeutenden Rolle von ORKB bei der Sicherstellung der Transparenz und Rechenschaftspflicht in Bezug auf Maßnahmen betreffend die Wirtschaft, das Gesundheits-, Transport- und Beschaffungswesen und die Finanzmärkte
  • verstärkte Zusammenarbeit mit der internen Kontrolle aufgrund des gestiegenen Risikos von Korruption und Betrug

Die Teilnehmenden waren sich auch darüber einig, dass auf ein Gleichgewicht zwischen der Durchführung von relevanten und konstruktiven Prüfungen und der Sicherstellung dessen, dass die Prüftätigkeit kein Hindernis für die Umsetzung der COVID-19-Maßnahmen der Regierung darstellt, zu achten ist.

Zwei Punkte der Deklaration von Moskau wurden für diese Situation als besonders bedeutsam erachtet:

  • Steigerung des Werts der öffentlichen Finanzkontrolle durch prüfungsbasierte Beratung
  • Förderung einer experimentellen Denkweise, um Innovationen und Entwicklung voranzutreiben

Um diesen regen Austausch über relevante Maßnahmen fortzuführen, ist für die nächsten drei Monate jeweils eine Sitzung geplant. Basierend auf den Diskussionen und den geteilten Erfahrungen sollen Empfehlungen für die INTOSAI für die 74. Präsidialtagung im November 2020 ausgearbeitet werden.

Zudem plant das Generalsekretariat die Erstellung eines Leitfadens zur Aufrechterhaltung der INTOSAI-Aktivitäten in Krisenzeiten.

  Zusammenfassung (Englisch)

  Dokumente

  Webinar

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